Einstimmung auf das Geburtsfest Christi

Am dritten Adventssonntag luden die Musiker der Gemeinde Borna zum diesjährigen Adventskonzert ein. Erstmals wurde dabei auch eine Adventskantate aufgeführt.

Sogar Stühle mussten aufgestellt werden, damit jeder der rund 200 Anwesenden einen Sitzplatz bekam. Während des gut einstündigen Konzerts traten die Musiker der Gemeinde in verschiedenen Formationen auf. Der Kinderchor etwa besang die „frohe Zeit“, ein Streicherquartett spielte eine Weihnachtssymphonie und der gemischte Chor trug unter anderem „Machet die Tore weit“ von Klaus Heizmann vor. Das Thema des Adventskonzertes wurde mit dieser Kantate auf den Punkt gebracht: die Erwartung des kommenden Heilands. Durch die Musikstücke, den Dialog zweier Sprecher und markante Bibelworte, wurde in der Kantate einerseits der vergangene Jesus dargestellt. Vor 2000 Jahren kam dieser als Gottes Sohn auf diese Welt, lag als Kind in einer Krippe und ging letztendlich zur Erlösung aller Menschen freiwillig in den Tod am Kreuz. Andererseits ging es auch um Jesus in der heutigen Zeit: Wir können uns im Gebet immer an ihn wenden und er tritt für jeden ein. Hinzu kommt die Hoffnung, dass Christus einmal wiederkommen wird.

Chorleiterin Anja Seifferth zeigte sich nach dem Schlussakkord „begeistert von der Atmosphäre, der Leistung des Chores und aller Mitwirkenden.“ Zu ihnen zählte auch Tobias Stephan, der als Dirigent des Jugendchores ebenfalls zwei Lieder dirigiert hatte. Vor allem bei der Adventskantate „Machet die Tore weit“, konnte der Gemeindechor eine seiner Stärken ausspielen: die große dynamische Bandbreite. Neben dem kraftvollen Beginn und dem mächtigen Schlussakkord der Kantate wurde die Musik durch den Vortrag der Sänger besonders bei den leisen Tönen „spürbar.“ Von einem Gänsehautgefühl sprach mancher Anwesende beim anschließenden Plausch, bei Glühwein, Schmalzbroten und Weihnachtsgebäck.

Das Konzert diente auch als Anlass, um Spenden für die „Kreisvereinigung Leipziger Land - Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V.“ zu sammeln. 350 Euro kamen für die Einrichtung und ihre Bewohner zusammen.